Mit dem „Programme of Activities“ wurde 2005 von der UNFCCC eine weitere Möglichkeit geschaffen, den administrativen Aufwand für die Registrierung von Projekten zu verringern. Kerngedanke der PoA ist es, mehrere kleine Projekte zusammenzufassen und als ein einheitliches CDM-Projekt registrieren zu lassen. Auf diese Weise kann auch die Reduzierung von Treibhausgasen aus kleineren Emissionsquellen für Investoren interessant sein. Der Unterschied zu den „großen“ CDM-Projekten liegt im Validierungsverfahren: Der Validierer begutachtet ein Projekt, das unter die PoA fallen soll. Im Anschluss daran legt er Kriterien fest, die für weitere Projekte (CDM programme activities, CPA) gelten, die der PoA hinzugefügt werden. Diese Kriterien müssen Bestandteil des Project Design Documents sein (PoA-PDD).

Die Größe der PoA steht im Gegensatz zu den Kleinprojekten nicht vorn herein fest; es kann immer um weitere Programmaktivitäten ergänzt werden. Der Exekutivrat prüft lediglich das einmal erstellte PoA-PDD, es gibt aber keine weitere Überprüfung der dem Projekt hinzugefügten CPA´s. Diese Prüfung wird ausschließlich von dem Validierer durchgeführt, der auch die Verantwortung für die Einhaltung der Regeln trägt.

Um inhaltlich unterschiedliche Maßnahmen wie den Einsatz erneuerbarer Energien mit Energieeffizienzmaßnahmen zu bündeln, ist auch die Nutzung unterschiedlicher Baseline- und Monitoringmethoden möglich.